Workingtest Gut Bossee

Anfängerklasse

Es ist Sonntagmorgen die Luft ganz frisch vom Regen in der Nacht. Mein Hund Lea weiß wohl schon was Frauchen wieder mit ihr vor hat. Die Sachen wurden schon abends gepackt. Dummytasche, Futter, Wasser und Naschkram für die Nerven.

Gut gelaunt, Nerven schwach und die Aufregung im Bauch steigt auf dem Turniergelände. Wir starten auf einem traumhaften Gelände, bei schönsten Wetter und sehr netten Richtern und anderen Hundeführern. Nachdem die Gruppen an den Stationen verteilt waren, ging es nach kurzer Einweisung auch schon los. Erste Aufgabe Teamaufgabe. Mein Team war perfekt mit Lena und Tweed. Unsere Hunde haben toll gearbeitet und wir haben beschlossen, wir machen heute alles zusammen. Gesagt getan. Die nächste war wieder eine Teamaufgabe und für beide Hunde/ Menschteams lief es super. So, nun hieß es letzte Aufgabe alleine. Man hört schon die Aufgabe soll nicht ganz einfach sein. Nach einem „kurzem Gespräch“ mit meinem Hund Lea, war für sie klar was sie machen sollte. Ich schickte sie und vertraute ihr, dass sie mit Dummy wieder zurückkommt und so war es. Ein Traum!

Ich war in diesen Moment froh, keine Null bekommen zu haben und war mit dem Gefühl am Ende der Prüfung zufrieden. Wir ruhten uns aus, schauten noch bei der F und O Prüfung zu und machten uns mit unseren Freunden und Hunden einen schönen Nachmittag.

Nach warten und faulenzen bei schönem Wetter mit tollen Menschen gingen die Vorbereitung für die Siegerehrung los.

Nun ging es los. Die ersten 10 Plätze worden vorgelesen, die Spannung steigt und steigt. Komisch wir sind schon bei 3. und 2., so schlecht war mein Gefühl doch nicht. Und dann passierte es …. der Name meiner Seuten Schnuut fiel und ich kann es nicht in Worte fassen, was das für ein Gefühl war. In mir sprudelte es an Glücksgefühlen. Niemals habe ich damit gerechnet.

Ich bin so endlich dankbar für meinen Hund, meinen Mann und Freunde die mich immer wieder unterstützen. Einen großen Dank an Sie und natürlich auch an die Menschen die diese Veranstaltung organisiert haben. Es war alles super durchgeplant und es wurde an alles gedacht.

 

Katrin Richhardt mit Seuten Schnuut Die Herta, Gewinnerin Anfänger Klasse

 

 

Fortgeschrittenen-Klasse

Am 22. Juli fand mit dem 1. Workingtest Gut Bossee seit Jahren wieder ein WT in Schleswig–Holstein statt, und ich freute mich sehr über meinen Startplatz …und was für ein neu entdeckter Luxus, eine Stunde vor Meldebeginn von zu Hause aufzubrechen, noch dazu bei feinstem Sommerwetter!
Neben dem stilvollen Ambiente des Gutes Bossee erwartete uns ein klasse organisierter Ablauf auf einem tollen Gelände.

Als Richter waren Geburtstagskind Walter Mygil, Luise Rasmussen und Thomas Kühn angereist.

Für alle Starterklassen waren 4 Aufgaben vorgesehen; in der F Klasse wurde die Doppelaufgabe von Walter Mygil gestellt.
Vorab gesagt, gehört leider weder das genaue Abschätzen von Entfernungen und Winkeln, noch detaillierte Aufgabenbeschreibungen zu meiner Königsdisziplin, daher bitte ich im Folgenden um etwas Nachsicht…

In 3 von 4 Aufgaben wurde mit 2 Hunden gearbeitet und los ging es für Emma und mich bei Luise und Station 2.
Das Gelände bestand hier aus einem Stoppelfeld in Waldrandlage. Parallel und im Abstand von ca. 30m zum Waldesrand erfolgte ein Walk Up, bei dem abwechselnd jeder Hund 2 Dummys aus einer Freiverlorensuche bringen musste.
Aufgabe 3 (bei Walter) fand auf einer Wiese statt, die ebenfalls an ein Waldstück grenzte und weitesgehend durch einen kleinen Graben unterteilte wurde. Die Aufgabe bestand aus kurzen Walk Ups mit je 2 Einzelmarkierungen, die abwechselnd und mit Seitenwechsel gearbeitet wurden. Die 1. Markierung flog von der Wiese in ca. 80 m Entfernung nicht sichtig in den Wald und das 2. Mark in ähnlicher Distanz auf die Wiese. Hier bildete der Graben auf etwa der Hälfte des Weges einen Geländeübergang. Die Distanz der Markierungen zueinander betrug in etwa 40-50m.
Die Aufgabe 4 erfolgte gleich im Anschluss. Hier wurde ein Blind in o.g. Graben ausgelegt, beschossen und vom Waldrand aus, ca. 70 m entfernt, gearbeitet.
Zuletzt stand für uns die Station 1 bei Thomas Kühn an. Startpunkt war abermals eine gemähte Wiese. In einer Entfernung von etwa 50 m wechselte diese in einen Streifen höheren Bewuchses, dessen Begrenzung zur Wiese ein kleiner schlammiger Graben bildete, was allerdings aus unserer Position nicht zu erkennen war.
Die Aufgabe bestand in dem abwechselnden Erarbeiten 2er Einzelmarkierungen, die zum einen in den hohen Bewuchs hinter den Graben und zum anderen in diese Vertiefung hineingeworfen wurden. Der Abstand zwischen diesen Punkten betrug ca. 15m.
An dieser Stelle hatten Emma und ich so unsere Schwierigkeiten. Daher war es für mich um so mehr eine riesige Überraschung, dass unser Ergebnis für eine Platzierung gereicht hatte und sogar den 1. Platz bedeutete!

Liebes Sonderleitungsteam – Christiane, Jan, Anke, Peggy und Kai, Ihr habt mit so viel Perfektion und liebevollen Details einen tollen Grundstein für hoffentlich viele folgende Gut Bossee WTs gelegt.

Ein ganz herzliches Dankeschön für einen wunderbaren Tag!

Melanie Bielstein mit Emma of Enigmatic Patience, Gewinnerin Fortgeschrittene Klasse

 

 

 

Offene Klasse

Zum ersten Mal hieß es Workingtest auf Gut Bossee. Ich habe mich gefreut, dass es wieder einen Workingtest im hohen Norden, in Schleswig-Holstein gibt und ich zu den Glücklichen gehörte, die einen Startplatz bekommen haben.
Es war mit insgesamt 60 Startern in allen 3 Klassen ein kleiner, aber sehr feiner WT, der vom Team um Jan Braaker und Christiane Braaker-Lohnert perfekt organisiert war. Sie zauberten für die 3 Richter Walter Mygil und Louise Rasmussen aus Dänemark sowie Thomas Kühn sogar Eiskaffee bei hochsommerlichen Temperaturen herbei.
Die F und O Starter begannen erst mittags mit der Prüfung. Zum Glück gab es in der Nähe einen kleinen Bach, so dass sich mein Bo bevor es ernst wurde nochmal abkühlen konnte. Auch die Wartezonen waren alle hundefreundlich im Schatten. Allein die Aufgaben fanden in der hochstehenden Sonne statt.
Apropos Aufgaben – die waren fair, hatten aber ihre Tücken. Das konnte man ganz deutlich an den geringen Punktzahlen in der F und O insgesamt erkennen. Walter hatte für uns einen Einzel walk up mit 4 Marks, von denen man aber vorher wusste, dass nur 2 am Waldrand hintereinander liegende geholt werden sollten.
Bei Thomas gab es zunächst auf dem Parkrasen ein Mark in einen mit hohem Schilf bewachsenen Graben, danach wurde vom gleichen Schützen in blind beschossen, dass sich ca. 60 m hinter dem Mark befand. Der Hund war dabei einige Zeit außer Sicht und tauchte dann hoffentlich auf dem ansteigenden Parkrasen wieder auf.
Danach gab es einen 2er walk up. Zunächst fiel auf 12 Uhr ein Mark in hohen Bewuchs. Fallstelle hinter einer hohen Kiefer nicht sichtbar. Bevor dies gearbeitet werden durfte gab es ein Vollblind auf 14 Uhr diagonal über den Parkrasen in hohen Bewuchs. Je länger das blind dauerte, desto schwerer wurde das mark. Sobald das blind auf dem Rückweg war, musste auf das mark geschickt werden. Hier ließ Bo sich übel ablenken und eierte durch das Gelände. Ansonsten war es bis hierhin perfekt.
Letzte Aufgabe für uns bei Luise. Bo war schon müde und fand die Knallerei auch nicht mehr so toll wie zu Beginn. Treiben im Wald ca. 20 m vor uns. Dann Mark 45 Grad rechts an den Waldrand in hohes Gras. Zuerst ein blind geradeaus am Treiben vorbei, danach das mark. Hier habe ich mich mal wieder in der Tiefe verschätzt, obwohl der angepeilte Hochsitz super zu erkennen war. Bo hat aber sein Bestes gegeben. Auf dem Weg zum letzten Mark ließ er sich durch einen Schuss aus der Nachbaraufgabe ablenken und es wurde ein Gewürge. Aber alle Dummys drin!
Herzlichen Dank an all die fleißigen Helfer vor und hinter den Kulissen. Es war toll und ich freue mich schon aufs nächste Jahr.

Ellen Schröter mit Hunter’s Moonlight Flying Bo, Gewinnerin Offene Klasse

 

 

 

Ergebnisse A

Ergebnisse F

Ergebnisse O

 

Wir freuen uns über unsere Sponsoren Marios-Dogshop und „The Good Stuff“!